Autorwkerner

GUT DASTEHEN

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Nicht nur in Krisenzeiten kann man ein Phänomen beobachten, das aber auch sonst im Leben – insbesondere unter Personen des öffentlichen Lebens – verbreitet ist: Jeder bemüht sich, so gut mit möglich dazustehen und so gut (und viel?) wie möglich, von anderen wahrgenommen zu werden. Dabei kann es doch so segensreich, erholsam und erheiternd sein, sich selbst auch einmal zurückzunehmen, anderen zuzuschauen, wie sie leuchten mit ihren Gaben und Talenten, und ihnen dann vielleicht sogar Lob und Anerkennung zu spenden. Doch: Anderen den Vortritt zu lassen und nicht selbst immer der Erste sein zu müssen, fällt offenbar nicht nur Kindern schwer …
DIE ERSTEN
Ein Schreiner, ein Elektriker und ein Maurer streiten sich, wer das erste und älteste Handwerk hat. Sagt der Maurer: „Wir haben in Ägypten die Pyramiden gebaut!“ Meint der Schreiner: „Wir bauten Noahs Arche!“ Sagt der Elektriker: „Jungs, das könnt ihr alles vergessen! Als Gott bei der Schöpfung sprach: ‚Es werde Licht!‘, da hatten wir bereits alle Leitungen verlegt!“

Nur durch „FEHLER MACHEN“ lernt man

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Eine der größten Herausforderungen in Krisenzeiten besteht offenbar darin, dass wir die gewohnten Wege, unser persönliches oder berufliches Leben zu gestalten, nicht mehr beschreiten können. Dann sind wir herausgefordert, neue Wege zu versuchen, um herauszufinden, was jetzt unter veränderten Bedingungen funktioniert und was nicht. Dieses Phänomen ist aber nicht nur aus Krisenzeiten bekannt: Für Forscher und Entwickler von Innovationen ist es praktisch ihre „ganz normale“ Arbeitsweise, durch Versuche immer wieder herauszufinden, was nicht funktioniert, um eines Tages das zu finden, was funktioniert. Thomas A. Edison sagte über seine experimentellen „Fehlversuche“ auf dem Weg, die Glühlampe zu erfinden: „Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“
Das eigentliche und oftmals viel größere Problem für die Experimentierfreudigen unter uns sind dabei gar nicht ihre vermeintlichen „Fehler“ und „Misserfolge“, sondern die kritischen Verurteilungen, die ihnen dafür von solchen Mitmenschen zuteil werden, die das Prinzip nicht verstehen: „Nur aus ‚Fehlern‘ lernt man. Wer keine Fehler macht …“. All diejenigen unter uns, die also bereit sind, auf ihren experimentellen Lernwegen jede Menge „Fehler“ zu machen, können bis dahin von Egon Friedell lernen, wie man mit vernichtender Kritik umgehen kann:
VERSOFFENER DILETTANT
In einer Kritik wurde Egon Friedell einmal als „versoffener Münchner Dilettant“ bezeichnet. Darauf antwortete er in einem offenen Brief: „Es stört mich nicht, als Dilettant bezeichnet zu werden, Dilettantismus und ehrliches Kunstbemühen schließen einander nicht aus. Auch leugne ich keineswegs, dass ich dem Alkoholgenuss zugetan bin, und wenn man mir daraus einen Strick drehen will, muss ich es hinnehmen. Aber das Wort „Münchner“, das wird noch ein gerichtliches Nachspiel haben!“

BARMHERZIGKEIT GÖNNEN

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Immer wieder hören wir, dass in der Krise nichts mehr so ist und nach der Krise nichts mehr so sein wird wie bisher. Das bedeutet schon jetzt, dass wir alle auch ganz neue Wege ausprobieren und Dinge zum ersten Mal tun, vor denen wir bisher zurückgeschreckt sind. Dabei kann es hilfreich sein, dass wir die Ergebnisse unserer ersten „Baby-Schritte“ in einem neuen Tätigkeitsfeld nicht sofort vergleichen mit den Ergebnissen, die Profis in demselben Gebiet erzielen. Es tut uns allen gut, wenn wir uns selbst und anderen die Barmherzigkeit bei unseren ersten Versuchen gönnen, die wir auch Kindern gegenüber zeigen, die etwas Neues ausprobieren. Wie man hört, versuchen sich in diesen Tagen zum Beispiel hilfsbereite Menschen erstmalig daran, ihren Familienmitgliedern mit einem Haarschnitt dienlich zu sein, solange Frisöre noch geschlossen bleiben. Vielleicht ein erstes Anwendungsfeld für Barmherzigkeit mit den Ergebnissen? Auch andere Anwendungsfelder kommen uns bestimmt sofort in den Sinn …
GOTT GETROFFEN
Die Erzieherin fragt die Kinder am Montag im Morgenkreis, ob sie ein schönes Wochenende gehabt und etwas Besonders zu erzählen hätten. „Ich!“ meldet sich die kleine Christine, „Ich habe gestern den lieben Gott getroffen!“ – „So, so“, meint die Erzieherin, „erzähl mal.“ – „Als Papi und ich spazieren waren, da kam uns ein älterer Mann mit langem, weißem Bart und zerzausten Haaren entgegen, den Papi kennen musste. Er sagte nämlich: ‚Ach du lieber Gott, wie siehst du denn aus?'“

Abendmahl zu Hause feiern – Wie’s geht? Wir zeigen’s euch!

Wer hätte gedacht …
… wie unglaublich gut ein Freudscher Versprecher bei den Einsetzungsworten die ganze Idee von Hausabendmahl auf den Punkt bringen würde: „Solches tut, sooft ihr’s KÖNNT …“
DANKE, Katrin!
Und dann ist nochwas passiert, das beim Abendmahl eigentlich gar nicht sein darf: Es hat offenbar Spaß gemacht … (sieht man aber erst so richtig im Outtake-Abspann)

Die in unserem Video-Tutorial verwendete Abendmahlsliturgie gibt’s hier zum Download: http://theologo.org/wp-content/uploads/2020/04/Abendmahl-LiturgieTL.pdf

GUTE LAUNE in D-Dur: Orgeln, Glauben, Beten mit Pauline Bellmann

Von Pauline Bellmann kann man in dieser 5-Minuten-Alternativ-Kurzpredigt lernen:

  1. ORGELN macht gute Laune; sollte man aber nur lernen, wenn man wirklich Lust drauf hat.
  2. GLAUBEN kann das Leben bereichern und Halt in Krisenzeiten geben; es lohnt sich, den eigenen Stil für sich selbst zu suchen und zu finden.
  3. BETEN zu Gott kann man überall und ist wie ein Gespräch mit einem guten Freund; es hilft zum Beispiel, sich getragen und geborgen zu wissen.

Wenn Ihr Lust habt, Pauline mal zu einem CVJM-Freitagabend-Jugendgottesdienst nach Mannheim zu begleiten, dann klickt einfach hier:

GLAUBENS- UND GOTTES-KRISEN

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
In Krisenzeiten geraten nicht selten auch unser Glaube und unsere Gottesvorstellungen in die Krise, weil wir den Eindruck gewinnen, dass sie uns in ihrer bisherigen Form nicht weiterhelfen. Das ist aber ein ganz „normaler“ Prozess, der sich nicht nur angesichts großflächiger gesellschaftlicher Krisen einstellt, sondern sich – wie die Entwicklungspsychologie herausgearbeitet hat – in jeder Biografie wiederfindet: Weiterentwicklungen und Wachstumsprozesse, die wir als Menschen durchlaufen, sind häufig auch mit Krisen unseres Glaubens und unserer Gottesbilder verbunden, weil diese sich ebenfalls weiterentwickeln. Solche Krisen können wir dann als Einladung verstehen, im Glauben weiter zu wachsen. Und wer an diesem Thema „Wachsen im Glauben“ (samt Veränderung von Gottesvorstellungen) näher interessiert ist, dem kann vielleicht das unten verlinkte kostenfreie Online-Video-Tutorial zu „Stufen des Glaubens nach James Fowler“ weiterhelfen: das prominenteste Konzept aus diesem Bereich der Psychologie . Zuvor aber noch ein Impuls von Leo Tolstoi:
HÖLZERNER GOTT?
Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist, und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht vielen so. Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rühre, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an den Gott glauben kannst, an den du früher geglaubt hast, so rührt das daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich besser bemühen, zu begreifen, was du Gott nennst. Wenn ein Eingeborener an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass der wahre Gott nicht aus Holz ist.

UNMORALISCHES ANGEBOT?

(Sonntäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Heute Nacht hatte ich einen Traum: Ein reicher Mitbürger bot mir ein Geschenk an. Ich könnte seinen Sportwagen haben. Einfach so … sooo vieeel Fahrvergnügen! – Aber ich bin Pfarrer. Muss ich da nicht ein Vorbild sein für Seriösität, Ernsthaftigkeit und Bescheidenheit? Und dann so ein Gefährt? Was werden die Leute denken …? Egal. Ich nahm den Zündschlüssel und startete den Motor. Was für ein Sound!!! Fuß auf’s Gaspedal. Was für ein Fahrgefühl!!! … Besteht nicht darin das Lebensglück? So könnte es sich zumindest anfühlen. Wie viel PS brauche ich, um glücklich zu sein? Wie viel Statussymbol ist nötig, damit ich mich anerkannt weiß?
Doch dann wachte ich auf und mein Blick fiel auf den Kalender: Heute ist Palmsonntag. Jesus zieht in Jerusalem ein. Und weil Jesus sich von Gott selbst geliebt und anerkannt wusste, darum konnte er damit leben, von vielen umjubelt zu werden, aber auch seinen Weg weitergehen, als ihn die Vielen wieder verließen und ihm den Rücken kehrten. Und für all das genügte ihm ein Esel.
MIT EINEM ESEL FING ES AN
Vor dem Dom fährt der Bischof im großen schwarzen Mercedes vor. Die Menge steht ehrfurchtsvoll dabei, die Kleriker verneigen sich, alle ziehen in feierlichem Zug in den Dom. Da sagt ein vorbeilaufender Junge zu seinem Freund: „Der Verein hat sich aber entwickelt, angefangen haben sie mal mit einem Esel.“
(nachzulesen: Die Bibel, Johannes 12,12-19)

FREITAG, DER 13. – Glück oder Unglück?

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Freitag, der 13., war der letzte Tag, an dem unsere Schüler noch einmal zur Schule gingen. Seitdem verbringen sie nun ihre „Schulzeit“ zu Hause. Ob man das als ein Glück oder Unglück erfährt, das hängt vermutlich an der Perspektive des Erlebens: Die Schüler erleben es offenbar vorrangig als Glück, eine Schulzeit zu erfahren, die sich – mit Spätem-Zu-Bett-Gehen und Ausschlafen – eher wie Ferien anfühlt. Die Eltern erleben es vielleicht eher als Unglück, zusätzlich zu ihren normalen beruflichen Anforderungen jetzt auch noch die Schülerbetreuung leisten zu müssen. Alles also eine Frage der Perspektive. Genau wie bei schwarzen Katzen:
SCHWARZE KATZEN – auf die PERSPEKTIVE kommt es an!
Wenn dir am Freitag, den 13., eine schwarze Katze über den Weg läuft, dann hängt dein Glück oder Unglück davon ab, ob du ein Mensch oder eine Maus bist!

HOMESCHOOLING und ÜBERZEUGUNGSARBEIT

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Je länger die Phase der Schulschließung und des alternativ dazu stattfindenden Homeschoolings andauert, desto mehr dämmert es Eltern, was für ein Knochenjob es ist, Schülern das Standardwissen des Fächerkanons zu vermitteln, so dass es wenigstens einigermaßen den Vorgaben des Lehrplans entspricht. Nicht nur an dieser Stelle gegenüber Lehrern, sondern auch gegenüber Vertretern anderer Berufsgruppen (Politikern zum Beispiel) stellt sich dann hoffentlich sowohl ein Verständnis als auch eine gewisse Anerkennung ein für die Herausforderungen, denen diese tagtäglich begegnen müssen, von denen man selbst aber nur ansatzweise etwas erahnen kann …

Blühende PHANTASIE und INTERPRETATIONSSPIELRÄUME
„Was habt ihr denn heute bei Reli gelernt, Lukas?“ – „Die Lehrerin hat uns eine Geschichte geschickt, dass eines Tages der liebe Gott Mose hinter die feindlichen Linien geschickt hat, um die Israeliten aus der Gefangenschaft der Ägypter zu befreien. Als sie dann am Roten Meer ankamen, ließ Mose von den Pionieren eine Pontonbrücke bauen. Darüber konnten die Juden ziehen. Da sahen sie aber hinter sich die Panzerwagen der Ägypter. Sofort hat Mose ins Hauptquartier gefunkt, man solle schwere Bomber schicken, um die Brücke zu zerstören …“ – „Und das stand wirklich so in der Geschichte, die euch die Lehrerin per Email geschickt hat?“ – „Nun ja, dort stand es ein wenig anders. Aber wenn ich es dir erzähle, wie es in ihrer Geschichte stand, glaubst du mir ja doch kein Wort.“

HORIZONTERWEITERUNG

(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
In Herausforderung und Krisen liegt es nahe, reflexhaft einzig und allein auf die Probleme und das Negative zu starren – wie das Kaninchen auf die Schlange. Von Politikern wird, wenn die Krise andauert, dann gefordert, nicht nur die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Krise zu treffen und deren Einhaltung durchzusetzen, sondern zugleich auch eine horizonterweiternde Perspektive zu eröffnen, die Hoffnung und Optimismus vermittelt. Dabei kann ein jeder selbst sehr viel dazu beitragen, dass uns in Krisenzeiten nicht allein die Negativereignisse und Negativmeldungen bestimmen, sondern hoffnungsvolle Perspektiven uns aufmuntern und ermutigen für den weiteren Weg. Dazu genügen mitunter ganz schlichte Änderungen unserer Denk- und Lesegewohnheiten:
BEFINDLICHKEIT VERBESSERT
Wien im Jahre 1935. Blau sitzt in einem Kaffeehaus und liest Zeitung.
Der Ober fragt:
„Herr Blau, ich weiß, dass Sie Jude sind, und genau deshalb verstehe ich etwas nicht: Warum lesen Sie ausgerechnet den Stürmer? Das ist doch die schlimmste Nazi-Propagandazeitung, die es gibt! Sind Sie etwa ein Ignorant, ein Masochist oder einer von den Juden, die aus ihrem Selbsthass keinen Hehl machen?“
„Nein, nein – genau das Gegenteil ist der Fall! Aber wenn ich eine jüdische Zeitung lese, dann lese ich nur über Unterdrückung, Krieg in Palästina und vor allem über die fürchterlichen Pogrome an meinen Glaubensbrüdern. Wenn ich dagegen den Stürmer lese, dann erfahre ich, dass die Juden die gesamte Wirtschaft kontrollieren, führend in der Wissenschaft sind und sich gerade darauf vorbereiten, die Weltherrschaft zu übernehmen. Und sehen Sie: Das verbessert in der derzeitigen Lage ein klein wenig meine Befindlichkeit.“

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