(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Eine exzellente Hilfe, wie man Leidvolles der persönlichen wie der gemeinschaftlichen Geschichte mit Humor verarbeiten kann, ist die Sammlung jüdischer Witze mit dem Titel „… wenn wir nur alle gesund sind!“ (Mein Buchtipp für diese Tage, wenngleich manche Formen jüdischen Humors für unsere deutsche Anständigkeit und Korrektheit einem stellenweise fast bedenklich und unerträglich erscheinen mögen – wie in dem Beispiel unten.)
Juden erlebten vielfach das Leid, Flüchtlinge sein zu müssen, von Nazis verfolgt und ausgerottet und wegen Geldgeschäften diffamiert zu werden. Dennoch haben sie über die Jahrhunderte einen Humor entwickelt, der ihnen offenbar hilft, all solches zu verarbeiten, und der sie daran erinnert, dass auch die größte Bedrohung einmal „ausgeschissen“ haben wird.
Und merke: Wer keine Toiletten braucht, der braucht vermutlich auch weniger Toilettenpapier …
AUSGESCHISSEN
Deutschland im Jahre 1948. Der Architekt führt mit einem Beamten des Bauamtes die Schlussabnahme eines gerade fertiggestellten Wohngebäudes durch.
Der Beamte fragt:
„Wo sind denn hier die Toiletten?“
Der Architekt:
„Die brauchen wir in diesem Haus nicht. Unten wohnen Flüchtlinge, die rennen wegen jedem Mist aufs Amt. In der Mitte wohnen ehemalige Nazis, die haben ausgeschissen, und oben, da wohnen Spekulanten, die bescheißen sich gegenseitig.“