(Alltäglicher HUMOR mit einer Prise ERNST des Lebens)
Wir alle müssen immer wieder mit dem Phänomen umgehen, dass andere von unserem Leben und Verhalten vielfach nur Ausschnitte zu sehen bekommen. Diese Ausschnittseindrücke führen möglicherweise zu Deutungen unseres Verhaltens, die uns selbst dann wiederum in einem recht merkwürdigen Licht erscheinen lassen. Das sollte uns allerdings nicht davon abhalten, in ungewöhnlichen Situationen und außergewöhnlichen Herausforderungen auch mal Lösungen zu versuchen und Wege zu beschreiten, die anderen zunächst höchst merkwürdig, mitunter aber auch bewundernswert scheinen mögen.
„IHREN GLAUBEN MÖCHTE ICH HABEN!“
Eine Klosterschwester fährt mit dem Auto über Land. Da geht ihr mitten auf freier Strecke das Benzin aus. Zu Fuß macht sie sich auf den Weg und trifft nach ein paar Kilometern glücklich auf eine Tankstelle.
››Könnten Sie mir ein bisschen Benzin geben?«, fragt sie den Tankwart.
››Haben Sie einen Kanister?«, fragt der zurück.
››Leider nicht. Können Sie mir einen leihen?«
››Ich habe gerade auch keinen.«
››Sie werden doch irgendein Gefäß haben für ein bisschen Benzin, damit ich wenigstens bis hierherfahren kann.«
››Irgendein Gefäß …«, sagt der Mann. ››Oben auf dem Speicher habe ich einen alten Nachttopf. Wenn Sie mit dem vorliebnehmen wollen?«
››Nachttöpfe bin ich gewohnt«, sagt die Schwester. »Geben Sie nur her!«
Das Benzin wird eingefüllt und die Schwester macht sich mit ihrem Topf auf den Rückweg. Als sie eben dabei ist, das Benzin vorsichtig in den Tank ihres Autos zu schütten, rollt ein schwerer Lastwagen heran. Der Fahrer tritt auf die Bremse, dreht das Fenster herunter und betrachtet fasziniert, was hier vor sich geht. Als der letzte Tropfen aus dem Nachttopf im Tank eingefüllt ist, sagt er bewundernd: ››Meinen Respekt, Schwester. Ihren Glauben möchte ich haben!«