Wenn Jesus von Nazareth heute noch einmal zur Welt kommen und in einem Dorf aufwachsen würde, dann bestimmt in Fußgönheim in der Pfalz, so dass man ihn Jesus von Fußgönheim nennen würde. Drei Gründe für diese These:
1. Während diesem Jesus nach Tod und Auferstehung von den Glaubenden verschiedene Beinamen (sog. Hoheitstitel) wie „Christus“ oder „Gottes Sohn“ beigelegt wurden, ist es vor allem ein Beiname, der ihm bereits zu Lebzeiten von den Frommen – allerdings verächtlich – hinterhergerufen wurde: „Fresser und Weinsäufer“! (Lukas 7,34) Und wo würde dieser Beiname heutzutage besser zu ihm passen als in der Pfalz, wo man Wein aus Halblitergläsern trinkt?

2. Bereits zu Jesu Lebzeiten machte mit Blick auf sein Wirken ein Spruch die Runde: „Was soll aus Nazareth Gutes kommen?“ (Johannes 1,46) In der jüngeren Geschichte gibt es kein Dorf in der Pfalz, auf das dieser Spruch besser passen würde als auf Fußgönheim: Als 2008 in der ganzen Pfalz Presbyteriumswahlen stattfanden, da konnte man in Anlehnung an Asterix & Obelix sagen: „In der ganzen Pfalz, nur in einem Dorf nicht …“ Weshalb anschließend unter PfarrerInnen die Frage kursierte: „Was soll aus Fußgönheim Gutes kommen?“
3. Und weil Jesus das Geheimnis kannte, dass Gott durch seine Kraft mit Fressern und Weinsäufern aus Nazareths und Fußgönheims seine Segensgeschichte schreibt, darum hat er auch mit Vorliebe Gleichnisse erzählt, die sich nicht zuletzt immer wieder auch um das Thema „Weingenuss“ drehten. Zum Beispiel, als so begann: „Ich bin der wahre Weinstock, mein Vater ist der Weingärtner …“ (Johannes 15,1)
WEINGÄRTNER IM HOMEOFFICE
Geht ein Pälzer im Fußgönheimer Wald spazieren und trifft dort Gott. „Was machst DU hier?“ fragt der Pälzer erstaunt. „HOMEOFFICE“ antwortet Gott ganz selbstverständlich. (Anm. d. Red.: Wer in diesem Witz Rechtschreibfehler findet, hat vermutlich Gott noch nicht im Homeoffice getroffen.)