AUSSTEIGEN: schön für den, der aussteigt

War er wirklich fasziniert von Jesus? Oder war Petrus einfach nur angewidert und gelangweilt? Hatte es satt: dieses tägliche Einerlei, nachts oder frühmorgens aufstehen und Fischen gehen, dann immer wieder die Netze flicken und sauber machen. Und dann auch noch das familiäre Einerlei, die nervigen Kinder vielleicht und die lästigen Schwiegereltern in der Großfamilie im Dorf.
Vielleicht war die Begegnung mit Jesus für Petrus und seine Kollegen einfach DIE Gelegenheit, aus diesem Alltagstrott auszusteigen und ihr Leben als Studenten von Rabbi Jesus auf einem ganz anderen Niveau zu gestalten.

AUSSTEIGEN: Und was ist mit denen, die zurückbleiben?

Bis zum EXIT aus ihrem bisherigen Leben hatten Petrus und seine Kollegen immerhin für den Lebensunterhalt mehrerer Familien gesorgt. Und was wurde dann aus denen, als er und die anderen als Studenten von Professor Jesus sich davon machten?
Was ist eigentlich mit den Ehepartnern, Kindern oder anderen Familienangehörigen, wenn jemand ein Opfer für Gott bringt und sich für seinen Glauben mit Zeit und Geld investiert? Meist betrifft so eine Entscheidung ja immer auch andere.
Ob Gott sich wohl auch um die kümmert, von denen in diesen Geschichten von Jesus und den Aposteln kaum die Rede ist? Fallen die einfach hinten runter oder behält Gott die auch im Blick, selbst wenn die Geschichtenschreiber und Geschichtenleser sie leicht aus dem Blick verlieren?

AUF GANZ ANDEREM NIVEAU
Ein Student zum Professor:
“Herr Professor, Ihre letzte Vorlesung hat mich völlig verwirrt. Haben Sie nicht eine weiterführende Literaturempfehlung für mich?”
Der Professor denkt kurz nach, dann nennt er einige Bücher.
Einige Wochen später treffen sich die beiden wieder.
Der Professor:
“Nun, sind Sie immer noch so verwirrt?”
“Ehrlich gesagt: Ja – aber auf einem ganz anderen Niveau.”