Grausame Pharaonen, gemeine Königinnen, brutale Lords, tyrannische Chefs. Entweder wir haben es schon selbst erlebt, wie hart und ungerecht das Leben oftmals ist, oder wir werden durch die Berichte und Geschichten anderer daran erinnert, dass schöne Phasen, angenehme Wochen und paradieshafte Monate nur ein Ausschnitt des Lebens, aber niemals das Ganze sind.

In seinem modernen Geschichtsepos “A Game of Thrones” breitet George R. R. Martin alle nur denkbaren Brutalitäten des Lebens und Gemeinheiten menschlicher Beziehungen schonungslos aus. Und während sonst die Belletristik als schöne Literatur davon lebt, dass es den Hauptdarstellern immer gelingt, gegen alle unschönen Widerwärtigkeiten tapfer und edel zu bestehen, ist Martins “Lied von Eis und Feuer” ein Paradebeispiel unschöner Literatur, also der Malletristik: Auch die Helden haben fatale Defizite und begehen katastrophale Fehler. Und das Böse ist so siegreich, dass selbst der ehrenhafte Lord Eddard Stark stirbt, bevor das Ende des ersten Bandes erreicht ist. Von wegen “und wenn sie nicht gestorben sind …”
Vor dem Hintergrund solcher kaum auszuhaltenden Dunkelheit und Kälte sind Erfahrungen der Schönheit, Barmherzigkeit, Freundschaft und Befreiung eher eine Seltenheit. Aber es gibt sie, immer wieder, auch in den Erfahrungen realer Menschen und in den echten Geschichten der Völker, so dass Mose auch seine jüdischen Volksgenossen aufmunternd erinnern konnte: “Gott hat euch herausgeholt aus dem Land, in dem ihr Sklaven wart; er hat euch mit seiner starken Hand aus der Gewalt des Pharaos befreit.” (5.Mose 7,8b)
Das Leben ist oft hart und ungerecht. Ob Gott auch mir helfen kann, mit oftmals kaum auszuhaltenden Widerwärtigkeiten umzugehen und aus hoffnungslosen Sackgassen wieder herauszukommen?

KAUM AUSZUHALTEN
Frau Goldberg zu ihrem Ehemann:
“Du liebst mich nicht mehr, du gehst nicht mehr mit mir aus und du kaufst mir auch keine Geschenke mehr – kurz: Du liebst mich nicht mehr!”
Der Ehemann:
“Aber glaubst du denn wirklich, man könnte es mit dir aushalten, ohne dich zu lieben?!”